
a review by Ihmcheck

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Love All Play – leider gar nicht mein Spiel
Mann oh mann, ich bin ein echter Liebhaber von Sportanime. Haikyuu, Kuroko no Basket, One Outs, Blue Box, Blue Lock – you name it. Dabei ist mir die Sportart fast egal. Wenn ein Anime es schafft, die Leidenschaft, Dynamik und Dramatik eines Spiels auf den Bildschirm zu bringen, bin ich direkt dabei. Der Sport muss nicht spektakulär sein – es geht darum, ihn spektakulär zu inszenieren.
Tja, und dann kommt Love All Play. Ein Anime über Badminton. Klingt erstmal bodenständig, aber hey, Haikyuu hat mit Volleyball auch keine Bäume ausgerissen und trotzdem abgeliefert. Der Punkt ist: Es geht nicht um die Sportart, sondern darum, was man draus macht. Und genau da versagt Love All Play leider auf ganzer Linie.
Die Matches fühlen sich an wie Pflichtprogramm. Sie sind nicht das Herzstück der Serie, sondern eher ein Hindernis auf dem Weg zur nächsten Charakterinteraktion. Es gibt keinen Spannungsbogen, keine mitreißende Regie, keine inszenatorische Wucht. Man sieht zwar mal den Schläger schwingen und den Ball über das Netz fliegen – aber man fühlt nichts. Alles wirkt lieblos runtergekurbelt, die Übersicht fehlt, die Dynamik sowieso. Und wenn man ernsthaft dieselbe Animation 30 Sekunden am Stück recycled… sorry, aber da stirbt der letzte Hauch von Hype endgültig.
ich möchte einen Höhepunkt in jedem Sportanime ansprechen der ein Schulsetting hat, es geht natürlich um das Interhigh. Dieses magische von der japanischen Animewelt komplett überhöhte Event. In jeder Show wird alleine dadurch ein unvorstellbares Level an Erwartung aufgebaut, denn es müssen Vorbereitungen für dieses Bahnbrechende Turnier getroffen werden, das nur einmal im Jahr stattfindet.
Ja also so ist es normalerweise.
in unserem Beispiel wird die ganze Situation in zwei Folgen abgefrühstückt, der Maincharakter wird krank und joar wir werden dritter im schnelldurchlauf, eigentlich hat keiner der Charaktere was gerissen, denn naja viel von den Matches hab ich ja eh nicht gesehen außer hier und da ein paar Punktestand Einblendungen die mich in Ekstase versetzten sollen, aber Fehlanzeige? Ich war ehrlich schockiert und konnte nicht glaube was sich da vor meinen Augen abspielte.
Dann müssten es halt die Charaktere reißen, oder? Aber auch da wird nur Standardkost geliefert. Stereotypen, wie man sie schon hundertmal gesehen hat, ohne eigene Note, ohne erinnerungswürdige Szenen. Digger Ich weiß keinen einzigen Namen aus dem Cast.
Und ja, der Soundtrack? Erst klang er vielversprechend. Aber wenn man zum dritten Mal denselben epischen Chor hört, während auf dem Bildschirm absolut gar nichts passiert, wird’s fast schon unfreiwillig komisch.
Fazit:
Love All Play ist ein Paradebeispiel dafür, wie man das Potenzial eines Sportanime komplett verschenken kann. Keine mitreißenden Matches, blasse Figuren, belanglose Inszenierung. Nach acht Folgen war für mich Schluss – denn warum sollte ich mir eine Serie über Badminton anschauen, die Badminton selbst so lieblos behandelt?
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