
a review by W3LTUS

a review by W3LTUS
Your Name. ist ein japanischer Anime-Film von Makoto Shinkai und CoMix Wave, der 2016 in den japanischen Kinos anlief. Mittlerweile ist es der erfolgreichste Anime-Film und hat damit Chihiros Reise ins Zauberland abgelöst. In der Geschichte geht es um Taki Tachibana und Mitsuha Miyamizu, die auf wundersame Art und Weise ihre Körper tauschen.
Your Name. ist mein absoluter Lieblingsfilm. Und das nicht nur weil dieser es erreicht hat, dass ich mich in die Anime-Welt und Japan verliebte, sondern weil der Film seine Themen auf bezaubernde Weise umsetzt. Untermalt wird das Ganze nochmal von dem wundervollen Soundtrack der Band RADWIMPS, der atemberaubenden Szenerien und den liebevoll gestalteten Charakteren.

Große Themen in Your Name. sind das Schicksal und die Seelenverwandtschaft, welche sich durch den ganzen Film ziehen. Eine Liebe zwischen zwei Personen, so stark, dass weder Zeit, noch Raum sie aufhalten können. Selbst als sie sich schon vergaßen, führte das Schicksal die beiden wieder zusammen. Auch ein Komet kann diese Verbindung nicht trennen. Eben diese Verbindung wird durch verschiedene Mittel untermalt. Unter anderem sieht man dies an der auf dem Land aufwachsenden Mitsuha, die unbedingt nach Tokio möchte & an Taki, der sein Leben auf dem Land sehr genießt. Der jeweils andere Charakter verkörpert damit die eigenen Sehnsüchte. Auch der rote Faden des Schicksals wird im Film genutzt, eine alte Sage Japans mit chinesischen Wurzeln die besagt, dass zwei Menschen, die füreinander bestimmt sind, unzertrennlich mit einem roten Faden verbunden sind. Schließlich kommt auch noch „Musubi“ hinzu, was laut der Großmutter von Mitsuha ein vielfältiges Wort ist und die Verbindung verschiedenster Sachen beschreibt.
Und genau diese Aspekte werden innerhalb des Films so schön und glaubhaft umgesetzt, dass man dem nur verfallen kann.
Es ist ebenfalls erwähnenswert, dass man während dem Schauen bis zur „Zeit der Dämmerung“ die Charaktere nicht einmal zusammen erlebt. Sie sprechen nur durch ihre Tagebucheinträge miteinander. Trotzdem fühlt man mit, erwartet das erste Treffen mit großer Spannung. Und auch wenn der Dialog in der Szene keine besonderen Worte oder auch Sätze beinhaltet, ist dieses Gespräch zusammen mit der wunderschönen Kulisse und der Hintergrundmusik eines der schönsten Momente, die ich je in einem Film erleben durfte. Auch auf einen Kuss oder die Worte „Ich liebe dich“ (ausgesprochen) verzichtet Makoto Shinkai und das braucht der Film auch nicht. Das Ende ist ebenfalls eine Mischung aus Freude und Traurigkeit zusammen. Ein Wiedersehen, ohne zu wissen ob sie sich erinnern (oder vielleicht doch?), ein Wiedersehen nach langen Jahren, aber eben auch ein Wiedersehen.
Aktuell habe ich den Film ca. fast 30mal gesehen und ich denke das beschreibt wirklich, wie viel mir der Film bedeutet.
DS
38.5 out of 44 users liked this review